Die Entwicklungsphasen des Dampfhobbys

Vom Raucher zu einem neuen Hobby


Begonnen hat alles damit, dass man sich einen einfachen Akkuträger mit einem Verdampfer, besorgt. In der Regel ein sogenanntes "Starterkit". Damit hat man das schädliche Rauchen schon fast hinter sich gelassen. Wenn man sich mit der Materie des Dampfens etwas genauer beschäftigt und sich dafür interessiert, fällt es umso leichter mit dem Rauchen aufzuhören! Man vergisst die Giftstangen einfach. Ein gleichzeitiges Rauchen und Dampfen kann ich nicht empfehlen. Entweder oder, lautet hier die Devise! Bei den meisten "Dual-Usern" bleibt am Ende das Dampfen auf der Strecke und sie Rauchen wieder.

72 mg/ml Nikotin in PG gelöst

Wichtig ist es, dass man zu Beginn nicht auf das Nikotin verzichtet. Nach ein paar Wochen ist man die Tabaksucht los und man kann das Nikotin reduzieren. Ich werde weiterhin nicht darauf verzichten, weil es erstens nicht schädlicher ist als Koffein und man durch das Weglassen vom Nikotin im Normalfall an Gewicht zunimmt. Leider wurde der Erwerb durch die TPD2 in der EU erheblich erschwert. Ich habe noch einige 100ml Flaschen mit 72mg Nikotin im Kühlschrank. 




120 ml leere Flaschen

Zu meiner Anfangszeit war das Mischen von Aromen mit PG/VG noch wichtiger als heute. Es gab damals noch kein Shake&Vape und noch keine vor gefüllten Flaschen mit Aromen, wo man nur mehr die Base hinzufügen muss. Der Kostenfaktor spielte da eine erhebliche Rolle. Noch heute ist es ja so, dass das fertige Liquid wesentlich mehr kostet, als Aromen zum Selbermischen. Da war auch diverses Werkzeug und Material zum Mischen notwendig. Auf jeden Fall brauchte man genügend leere Flaschen und Messbecher. 




Ein paar Akkus im Ladebetrieb

Man meldet sich in diversen Facebook Gruppen an und erfährt immer wieder neue Sachen. Jetzt muss ein zweiter Akkuträger her. Vielleicht ein Gerät mit mehr als nur einer Batterie. Dann sollte man sich auch Gedanken machen, sich ein Ladegerät zu kaufen. Bei AT mit 2 oder mehr Akkus sollte man diese auf jeden Fall extern, also in einem dafür vorgesehenen Ladegerät aufladen. Zweckmäßig wäre natürlich auch ein 2. Paar Akkus zum Wechseln. Die Akkus müssen auch immer paarweise (verheiratet) gewechselt, bzw. gebraucht werden und dürfen nicht einzeln getauscht werden. 

 

4-fach Akkuträger mit 30ml RDTA Verdampfer

Nun denkt man nach, sich einen Selbstwickelverdampfer zu kaufen. Da gibt es Unmengen davon. RDA, RTA, RDTA, Top- oder Bottom-Coiler. VD mit einer Coil, oder gleich einen Dual-Coil? Da soll sich wer auskennen. Kann mir vorstellen, dass man als Anfänger leicht überfordert wird. Es ist aber gar nicht so schwer, wenn ein Interesse vorhanden ist und man Gefallen am Dampfen entwickelt hat. 

Als RDA wird ein sogenannter "Tröpfler" bezeichnet. Das ist ein Verdampfer ohne einen Tank. Man muss hier das Liquid manuell "nachtröpfeln". 

RTA wird ein Tankverdampfer genannt. Hier gibt es verschiedene Tankvolumen von 2 ml aufwärts bis sogar 30ml. 

RDTA ist ein Verdampfer den man sowohl als Tröpfler, als auch als Tankverdampfer verwenden kann. Dazu kann man ihn in nur wenigen Schritten einfach umbauen. 

Beim Top-Coiler ist der Tank unterhalb des Wickeldecks. In diesem Fall wird das Liquid mit z.B. Drahtseilen zum Deck hinaufbefördert. 

Beim Bottom-Coiler lieg der Tank darüber und das Liquid fließt zum Deck nach unten. Erwähnen möchte ich auch noch den Squonker! Das ist eigentlich eine Mischung aus RDA und RTA. Also ein Tröpfler und im Akkuträger ist ein auswechselbarer Plastiktank (Squonkerflasche) verbaut. Ich selbst habe damit aber keinerlei Erfahrung und diese Art des Dampfens noch nie verwendet!

Selbstwickler mit 3 Coils

Mit dem Selbstwickler beginnt die nächste Phase des Dampfens. Das Hobby hat sich bereits weiterentwickelt! Zunächst kann man sich fertig gewickelte Drähte besorgen, um diese einzubauen. Für den Anfang wäre ein Verdampfer mit nur einer Coil zum Empfehlen, weil bei mehreren Coils müssen diese absolut ident gewickelt und natürlich vom gleichen Material sein! 

 

Schön langsam wird es Zeit, sich selber Coils zu wickeln. Edelstahl, Kanthal, Nickel-Chrom? 0,3, 0,4 oder 0,5 mm Dicke? Innendurchmesser? Anzahl der Windungen? Hier gibt es unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Jeder Draht hat da eigene Eigenschaften, was zum Beispiel den Widerstand betrifft. Es wäre von Vorteil sich in diesem Fall in einem Dampfergeschäft zu erkundigen. Manche Vape-Shops bieten eigene "Wickelkurse" an. Das wäre ideal um dieses "Handwerk" zu erlernen. Oder man kennt und fragt einen erfahrenen Dampfer! Auch im Internet kann man sich super informieren und es gibt durchaus lehrreiche Videos für diesen Bereich!


 

Mit dem "Daedalus" zur eigenen dicken Wicklung


Wenn man handwerklich eine "Niete" ist,  kann man so wie ich mit einem sogenannten "Coil Maker" Gerät recht brauchbare dickere Wicklungen herstellen. 

Bei der Watte gibt es auch verschiedene Variationen. Hier unterscheiden sich die meisten in punkto Festigkeit, Saugfähigkeit und Geschmacksneutralität, sowie auch in der Haltbarkeit im Verdampfer. Hier sollte man sich selbst durchtesten, welche Watte am besten taugt!



Mechanisches Dampfen - Die Vollendung des Dampferhobbys


Wenn man das alles beherrscht, denkt man vielleicht ans mechanische Dampfen! Dazu sollte man allerdings schon einiges an Erfahrung gesammelt haben. 

Während bei den geregelten AT eine Sicherung verbaut ist, kommt beim mechanischen Dampfen ein direkter Kontakt zwischen Batterie und Verdampfer zustande. Ein Kurzschluss, oder eine Überlastung des Akkus kann hier fatale Folgen haben. 

Zwischen mechanisch und geregelten AT gibt es noch den halbmechanischen Akkuträger. Dieser hätte zwar eine Sicherung eingebaut, man kann aber damit nichts einstellen. 

Ganz wichtig ist beim mechanischen Dampfen, dass man sich mit dem ohmschen Gesetz auseinandersetzt und das Zusammenspiel zwischen der elektrischen Spannung, dem Widerstand und der Stromstärke versteht. 

Spätestens jetzt hat man endgültig ein neues Hobby gefunden. Und es macht Spaß!


Ein tolles Hobby und so schön kann mechanisches Dampfen sein!